Ich komme gerade aus Japan zurück und kann Euch dazu berichten, dass dort so gut wie kein Fahrzeug vollelektrisch fährt, obwohl zumindest in den Städten einigermaßen eine Ladestruktur vorhanden ist. Alles eHEV, egal welche Marke. Liegt vielleicht auch am dortigen Spritpreis, der trotz IRAN-Krise etc. bei einem knappen EURO (180 Yen) pro Liter Super oder Diesel liegt (da kratzt man sich schon am Kopf). Wegen der Abhängigkeit von China bzgl. seltener Erden favorisiert Japan auch nicht unbedingt Batterieautos (allenfalls die Entwicklung von Feststoffbatterien wie in D zum Beispiel BMW), sondern ist fleißig am Thema Wasserstoff dran (in D nur noch BMW). Bis Feststoffbatterie und Wasserstoff tatsächlich massentauglich sind (vermutlich Anfang der 2030er), gelten Hybridfahrzeuge als die ideale Lösung. Darauf haben sich in Japan Politik und Autohersteller verständigt (man reitet also nicht die Verbrennerproduktion tot bevor es tatsächlich echte Alternativen gibt oder macht sich von chinesischen Lieferanten in großem Maßstab abhängig im Wissen, dass man preislich bei der Batterieproduktion und damit auch bei den Neuwagenpreisen nicht mehr mit den Chinesen mithalten kann) . Der japanische Markt, aus dessen Produktion heraus Honda den europäischen Markt hauptsächlich beliefert, hat also keine Veranlassung für einen zeitnahen Umstieg. Da wird es noch eine Zeit dauern, bis Deutschland mit e-Hondas großzügig beliefert wird; diese werden dann eine Feststoffbatterie oder eine Brennstoffzelle haben.
Im Moment würde ich daher ausschließlich die sehr gut ausgereiften japanischen eHEVs (egal welcher Hersteller) zum Kauf empfehlen, die bis 2035 klar im Vorteil sein werden (auch bei künstlich gesteigerten Spritpreisen) und sich als Gebrauchte im Gegensatz zu eAutos jederzeit hervorragend nach Osteuropa verkaufen lassen.
Nachdem die Modellrechnungen aus dem Jahr 2020, wonach in Europa massenhaft auf eAutos umgestiegen werden wird, sich nicht bewahrheiten, muss es sich die Politik ganz genau überlegen, ob sie die Autofahrer weiterhin über den Benzinpreis (CO2-Abgabe) drangsalieren will. Sowohl in Berlin als auch in Brüssel wird ja bereits über eine längerfristige Aussetzung der Abgabenerhöhungen debat
Die großen Hersteller haben, ja alle schon seit Ende 2023 Hybrid als die Zukunft ausgerufen, nur bei uns im Tal der Ahnungslosen wird noch so getan, als wäre Elektro die einzige Zukunft. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe E-Autos, aber auf Grund von Fahrspaß und dem Drehmoment.
Aber das ist absolut kein Grund für Honda keine guten E-Autos auf den EU Markt zu bringen. Toyota , Subaru, Suzuki haben eine strategische Partnerschaft. Suzuki baut in Indien die gemeinschaftlich entwickelten E-Eutos für den EU Markt. So bleiben die Kosten ok, und man kann von dem dennoch großen E-Kuchen in der EU was abbekommen, ohne Stammkunden der Marken vor den Kopf zu stossen. Es geht also schon, wenn man will. Honda zeigt im Moment den Kunden einfach den ....Finger , und sagt, für euch zu unrentabel, kommt damit klar und das reflektiert dann eben den 0,3% Marktanteil von Honda in D. Bald wird ein Honda so selten in D zu sehen sein wie ein Einhorn, wenn Honda so weiter macht. Nicht mal das antiquirte Infotainment wird modernisiert, Himmel, selbst der neue wunderschöne Prelude hat den normalen 20 li EHEV, in einem Sportcoupe??? Komm schon??? Das geht gar nicht.
Und warum hat man nicht in den neueren HRVs wenigsten das Display wie im Eny1 in den HRVs verbauen, das hätte kaum mehr gekostet wäre Konzenbaukasten aber es wäre wenigstens mal eine Veränderung. Nö. Honda will es offensichtlich aussitzen.