Normalerweise sind Krisenzeiten (also jetzt) die besten Zeiten für Rabatte, weil Käufer dann verstärkt auf's Geld schauen. Es entstehen Rabattschlachten der vorgenannten Art (20-30%), weil um die Käufer gebuhlt wird, um die jahrelange Überproduktion loszuwerden.
Gleichzeitig altert der aktuell im Schnitt knapp 9 Jahre alte PKW-Bestand in Deutschland weiter. Der Druck, ein neues Auto oder ein jüngeres gebrauchtes Auto zu kaufen wächst also immer mehr. Aktuell überlagert aber die Produktionskrise diese Abläufe. Es finden mangels Angebot und weiterhin starke Nachfrage keine Rabattschlachten statt.
2023 wird sich daran meines Erachtens noch nichts ändern. 2024 denke ich wird ein Großteil der aktuellen Krise überstanden sein. Eine weiter anziehende Nachfrage trifft dann auf ein besseres Angebot (Verringerung der Lieferzeiten), aber nicht auf die jahrelang gewohnte Überproduktion. Ich denke daher, dass es Rabatte von 20-30% daher auch mittelfristig nicht mehr geben wird.
Gleichzeitig nutzen die Fahrzeughersteller den Übergang zur E-Mobilität, die Überkapazitäten im konventionellen Fahrzeugbau drastisch abzubauen. Im ab 2025 deutlich wachsenden und ab 2027/28 dominierenden E-Auto-Markt werden - auch mangels Arbeitskräften - keine Überkapazitäten mehr aufgebaut werden. Zudem steigen die Rohstoff- und Energiepreise für die Herstellung von E-Autos enorm, so dass die Gewinnmargen der Automobilhersteller sinken (dauerhaft wird man nämlich auch E-Autos unterhalb von 40.000 oder 30.000 € anbieten müssen, um den Massenmarkt zu bedienen; die Chinesen stoßen gerade in diese Lücke im europäischen Markt). Ich sehe daher eigentlich auch langfristig keinen Raum für Rabattschlachten. Vielleicht bekommt man dann mal 5 oder im besten Fall 10% nachgelassen.
So sehe ich das ![]()