Zum 2. mal beim TÜV

  • hondianer

    Die Illusion, dass ein Bundesverkehrsministerium für die Verkehrssicherheit da ist, wird Dir - wenn man wie ich die Einblicke hat und an den Anhörungen teilnimmt - unmittelbar und vom ersten Moment an genommen. Entschieden wird nahezu ausschließlich nach Verbandswünschen (VDA, ADAC, VDI, DIHK, Fahrlehrerverbände), also rein nach Geschäftsinteressen.

    Die mit weitem Abstand größte Unfallursache (etwa 2/3) in Deutschland ist eine deutlich überhöhte Geschwindigkeit. Wenn einer mit 100 oder 120 in die schnee- oder eisbedeckte 80er-Kurve fährt, wird als Unfallursache stets nur "überhöhte Geschwindigkeit" oder "den Witterungsverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit" für die Statistik festgehalten. Die Fälle, in denen vorrangig die Reifenausrüstung eine Rolle spielt, werden nicht erfasst (es traut sich ja auch keine Versicherung, den Fahrer wegen unzureichender Reifenausrüstung in Regress zu nehmen, denn das wäre imageschädigend. Der AXA-Konzern hat das Thema Regress vor etlichen Jahren beerdigt und alle Versicherer zogen nach), schon gar nicht, wenn einer einfach so in den Graben gerutscht ist oder den anderen rückwärts am Berg wieder entgegenkommt und diese ausweichen müssen.

    Du hast völlig Recht, dass das Hauptthema eigentlich die Selbstüberschätzung der einzelnen Fahrer ist (egal ob "Touri" oder Einheimischer). Wenn es glatt ist oder schneebedeckt, muss man halt ggf. mit deutlich verminderter Geschwindigkeit fahren, statt an den Reifentest / seinen Allradantrieb / die eigenen überirdischen Fahrkünste zu glauben; denn maßgeblich sind dann die Gesetze der Physik.

    Ich bezweifle Deine Fahrerfahrung überhaupt nicht; aber aus vorgenannten Gründen geht Deine ursprüngliche pauschale Begründung, dass im Flachland (weil in der Regel ohne Schnee) Ganzjahresreifen völlig ausreichen, leider nach wie vor völlig fehl. Unerfahrene Fahrer begeben sich mit diesem Rat sprichwörtlich auf's Glatteis; das sind dann auch die Schleicher bei der ersten gesichteten Schneeflocke, die Du selbst kritisierst ...

    Die einzig richtige (objektive) Lektüre sind übrigens die Berichte der Unfallforscher; die sind nämlich überwiegend von wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht von Geschäftsinteressen geleitet.

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    LG
    トーマス (Tōmasu)
    :m0001:


    Seit 14.10.2016 voll zufrieden mit meinem Honda HR-V 1.6 i-DTEC (Executive, ruse black, Chrom-Paket, Originalfelge "Potis", 4 Jahre Garantie + Wartung) :rolleyes:
    "When all is said and done, it’s hard to beat a Honda!" ^^

  • Die Illusion, dass ein Bundesverkehrsministerium für die Verkehrssicherheit da ist, wird Dir - wenn man wie ich die Einblicke hat und an den Anhörungen teilnimmt - unmittelbar und vom ersten Moment an genommen.

    Was Politiker angeht kann man mir keine Illusionen nehmen, da nicht vorhanden.;)

    Die einzig richtige (objektive) Lektüre sind übrigens die Berichte der Unfallforscher; die sind nämlich überwiegend von wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht von Geschäftsinteressen geleitet.

    Von den bekommst Du aber auch keine Reifenempfehlung.


    Übrigens die Schleicher auf der AB die ich meine sind mit Sicherheit keine unerfahrenen Autofahrer da sie allmorgendlich vom Niederrhein in die Metropolen Ruhrgebiet / D´drf/Köln pendeln. Trotz allem haben sie ihre Probleme da ihnen die echte Erfahrung mit Schneefahren nie untergekommen ist. (wenigstens den meisten)

    Da seit Ihr natürlich im Vorteil.:thumbsup:

    Trotz allem bleibe ich bei meiner Meinung das ein GJR für unsere Regionen ausreichend ist. Wenn wir dann doch nochmal 5 cm Schnee bekommen sollten, können die Unsicheren ja Ketten aufwerfen.:rolleyes:

    Gruß Dieter




    HRV EXE Autom. Asphaltgrau, AHK abnehmbar, Allwetterreifen

    Jeder ist zu etwas nützlich und sei es als schlechtes Beispiel
    :D