Beiträge von SHIGERU

    Asphaltcowboy hat völlig Recht. Die Zeiten von Verbrennern mit mehreren hundert PS sind vorbei. A la Söder wird es demnächst auch in Deutschland - wie in Californien - heißen: ab 2035 keine Verbrenner (PKW) mehr. Wie soll der bisherige Rennzirkus dazu passen? Nachdem Mercedes die F1 seit Jahren dominiert und Ferrari scheinbar nicht mal mehr ein einziges Rennen ohne Blamage zu Ende bringen kann, ist die Formel 1 langweilig. Bestürzend ist eher die Trägheit der deutschen Autoindustrie: während BMW ab 2021/22 jedes seiner Modelle im selben Baukasten und auf dem selben Montageband auch als E-Auto anbieten kann, ist der Rest meilenweit davon entfernt, allen voran in Ingolstadt bei Audi, nachdem VW nicht wirklich aus den Startlöchern kommt. Und das "panzerähnliche Riesen-Elektro-SUV" von Mercedes verkauft sich so gut wie gar nicht. Vielleicht stellen deutsche Hersteller nun fest, dass man schon in Verbrennerzeiten keine für Privatleute erschwinglichen Autos mehr gebaut hat und der notwendige Elektro-Preisaufschlag die Chancen am Markt endgültig erstickt. Tesla hat das erkannt mit seinem Volumenmodell, das in Brandenburg gebaut werden soll ...


    Honda ist hingegen im Wasserstoffbereich mit dem Clarity bereits seit 2016 quasi fertig mit der serienreifen Entwicklung (Brennstoffzelle nur noch so groß wie ein 6-Zylinder). Es fehlt - im Gegensatz zu Japan; selbst auf der vergleichsweise menschenleeren Insel Hokkaido trifft man auf Wasserstoffautos - in Europa noch die H2-Infrastruktur. Wenn diese geschaffen ist und es eine ähnlich üppige Förderung wie derzeit bei der Übergangslösung Batterieauto gibt, ist Honda voll da und kann in die Serienfertigung einsteigen; dies wird dann auch die Preise fallen lassen (derzeit rund 70.000 € für ein Wasserstofffahrzeug von Honda, Toyota oder Hyundai). Derweil wird der Clarity in Eutropa nur in Dänemark verkauft, das eine ausreichende H2-Infrastruktur bereits besitzt.


    Außerdem: an einer "Formel e" wird ja insgeheim schon länger gebastelt. Man darf gespannt sein. Ein Vorgeschmack könnte ja der ebenfalls serienreife futuristische Toyota Mirai (Mirai = Wunder) sein ...

    Danach nur noch Socken für's ganze Jahr .

    In Lüneburg vielleicht möglich; das kann ich nicht beurteilen (vermutlich fährst Du nie in den nahegelegenen Harz?). Bei Bayerns Wetterverhältnissen (egal ob in Franken oder in Südbayern) gemeingefährlich (um es nicht verantwortungslos zu nennen). Sorry, aber da habe ich eine ganz feste Meinung, denn ich arbeite im Verkehrsbereich und bin der Auffassung, dass eine große Zahl Unfälle bei "klassischer" Sommer-/Winterbereifung vermieden werden könnte. So weit ist der Klimawandel noch nicht vorangeschritten. Im Gegenteil: wir haben zunehmend rasche Wechsel zwischen Frost und Tauwetter. Winterreifen haben schon Probleme auf Eis, aber Ganzjahresreifen versagen bei überfrierender Nässe komplett ...


    Ansonsten ist es natürlich eine Freude (und Beruhigung), dass beim 2. TÜV alles geklappt hat und Du mit dem HR-V insgesamt zufrieden bist.

    Wenn's für euch interessant ist dann kann ich ja mal über die bisherigen Erfahrungen mit dem KIA berichten und wie ich zu der Entscheidung gekommen bin.

    Wäre nicht schlecht, denn von Honda gibt es ja ähnliche Angebote wie beim Kia Niro (vollelektrifiziert, Hybrid) und da können Kaufentscheidungsargumente bzw. erste Erfahrungsberichte sicher für alle hilfreich sein ...

    Sicher haben sie sich das bei Honda notiert (wenn nicht eh schon bekannt) und schaffen beim nächsten Modell Abhilfe (man darf gespannt sein, denn einmal heißt es, die integrierte Griffe würden bei der 3. Generation wieder übernommen um die Coupe-Form beizubehalten und dann wird wieder gemeldet, künftig gäbe es wegen der Zunahme der Gesamtgröße und der "Eckigkeit" - mehr Off-Road-Design - wieder 4 ganz normale Türgriffe ,,,)

    Hier wieder ein anderes Bild:
    HR-V Studie
    Sorry, falls es schon gepostet wurde.

    ... die Beiträge von Car India kann man vergessen, denn sie sagen in bemerkenswerter Regelmäßigkeit u.a. den (dort lang ersehnten) Verkaufsstart des aktuellen HR-V in Indien auch schon seit Jahren voraus (bislang nicht erfolgt). Car India scheint ebenso gut informiert wie der BND im Vergleich mit anderen Geheimdiensten. Der indische Markt wird bislang ausschließlich mit speziellen ("minderwertigen" Schwellenland-)Honda-Modellen versorgt. Dass sich ein US-Artikel darauf beruft zeigt, dass der Autor ebenfalls keine Ahnung von Honda hat ...


    Mit einem Verkaufsstart rechne ich auch im Frühsommer 2021, was für mich locker ausreicht für eine Probefahrt und ggf. Bestellung zur Auslieferung im Frühjahr 2022. Vielleicht sehe ich den neuen Vezel (HR-V) ja schon beim geplanten nächsten Japan-Aufenthalt (Ende April 2021; so Corona dies gestattet). Dann werde ich hier berichten ...

    Und länger werden muss der HRV auch nicht, höchstens etwas breiter. Es gibt ja auch noch den CRV für die, die noch mehr Raum benötigen.

    Nachdem die dritte Generation eine eigene Plattform hat und sich diese nicht mit dem Jazz teilt, wird er zwangsläufig etwas größer werden. Das Wachstum soll sich aber sprichwörtlich "im Rahmen" halten.

    denn die E-Autos sind nun einfach die Zukunft,
    Die Akkutechnologie schreitet weiter zügig voran, in 2-3 Jahren werden 500km Reichweite standard sein, die Ladeinfrastruktur wird weiter ausgebaut werden, und auch die Preise werden wohl mit der neuen Technologie purzeln.


    Ich glaube nicht, dass die E-Autos (Batterie) die Zukunft sind. In unserem Stadtbezirk gibt es auf der Straße bei 30.000 Einwohnern und 8000 PKW 24 Ladestationen (meist von E-Car-Sharing-Fahrzeugen "blockiert"); er gilt als "gut versorgt". Als 2019 unser neues Einkaufszentrum eröffnet wurde, wurden von den 1200 Parkplätzen ganze 16 mit Ladegeräten ausgerüstet (also unglaubliche 1,25%). Als ich (damals noch Mitglied im Bezirksausschuss) anmerkte, dass das doch etwas wenig im Verhältnis zur Gesamtzahl und zur erwarteten E-Mobilität sei, erhielten wir folgende Auskunft: "Ein Umspanngenerator reicht für 16 Stellplätze. In der Straße liegt max. eine 20 kV-Leitung, die die Versorgung der ganzen Straße sicherstellen muss. Wir können/dürfen daher max. 3 Generatoren (=48 Stellplätze) anschließen, sonst gehen die Lichter aus. Unser Generatorenraum wurde daher auch nur für drei Generatoren geplant und kann auch nur drei aufnehmen. Bei bedarf ergänzen wir sukzessive die beiden weiteren Generatoren".


    Mittelfristig den Münchner Fahrzeugbestand von etwa 900.000 KFZ mit Ladestationen versorgen zu wollen ist schlichtweg utopisch bzw. unmöglich. Für Energieversorger lohnt es sich zudem nicht, alle Straßen aufzureißen und hochzurüsten (bzgl. München sprechen wir von gut 6000 Straßen mit einer Gesamtlänge von 2300 km). In nahezu der gesamten Altstadt dürfen aus denkmalschützerischen Gründen meist keine Solaranlagen auf den Dächern verbaut werden. Eine Kapazitätsausweitung ist also nicht in Sicht.


    Im Umkehrschluss heißt das, dass innerhalb von Städten das bestehende Stromnetz nur eine sehr begrenzte Zahl von Ladestationen aufnehmen kann. Über diese Limitierung wird überhaupt nicht diskutiert. Als Städter hat man keinen Carport, dessen Dach-Solaranlage das Auto lädt ,,, Das Problem ist also zumindest in größeren Siedlungsräumen inzwischen nicht mehr die Reichweite des E-Autos sondern dessen Lademöglichkeit.


    Hinzu kommt, dass es sich bei unserem Stadtbezirk um Altbaubestand (vor dem 2. Weltkrieg) handelt. Es gibt also im Regelfall keine hauseigene TG und nach der "Hinterhofbegrünungswelle" auch keine Stellplätze in den Höfen zur Anbringung von Wallboxen (und wer bezahlt deren Installation, sofern das Stromnetz dies überhaupt zuließe? Die Münchner Miethaie ganz sicher nicht). Auf 18 zugelassene Fahrzeuge kommen ca. 10 Stellplätze im Straßenraum (die wegen Carsharing, Radlparkplätzen usw. jedes Jahr weniger werden. Ich hatte das große Glück, in "nur" 500m Entfernung noch einen TG-Stellplatz in einem Bürogebäude zu ergattern (so denn eine Wallbox vorhanden wäre: wer will denn jedesmal 1km laufen um bzgl. Ladevorgang nach dem Rechten zu sehen?) Auch in jüngeren Stadtbezirken (1950-2010) sieht es nicht besser aus und - wie oben beschrieben - in den fast nicht vorhandenen Neubauvierteln greift die "natürliche" Limitierung des Stromnetzes ohnehin und verhindert eine Komplettversorgung mit Lademöglichkeiten.


    Die einzige Alternative kann daher nur Wasserstoff sein; Batterieautos sind nur eine Übergangslösung bei einer gleichzeitig sehr begrenzten Anzahl. Langsam (seeeeehr langsam) begreift das auch die Politik und beginnt zaghaft, wieder verstärkt Wasserstoff zu fördern (Söder hat dazu heuer einen Lehrstuhl an der Uni Augsburg einrichten lassen). Serienmäßige Fahrzeuge von Toyota, Honda und Hyundai gibt es längst; jedoch nicht von deutschen Herstellern, die - einst führend - Ihren Rückstand nun erst aufholen müssen. Ich denke, ab 2025 wird es dann so weit sein, dass das Wasserstoffauto (BMW, Mercedes) als einzig echte und praxistaugliche Alternative am VW-Konzern ("Batteriestrategie") vorbeizieht. Inzwischen haben auch die Mineralölkonzerne das Thema Wasserstoff für sich erkannt und gründen Joint Ventures mit Herstellern von Gasen (Linde, Air Liquide) sowie Windkraftbetreibern ("grüner Wasserstoff"). in etwa 10 Jahren hat das Wasserstoffauto dann wohl auch bei uns eine Zukunft ...


    Mein nächster Honda wird daher ein Hybrid und nicht der Honda e.