Nummer 2
Denn die Hersteller sind sich schon lange einig, dass Hybriden wohl eher der Zukunft gehören wird, das hilft aber wenig, wenn in der EU eben wegen des hohen Spritpreises durch Kriege und wirklich „schlaue“ Vorgaben der Benzinpreis explodiert und, was noch schlimmer ist. Dein Hybrid kann so toll sein wie er will, wenn Du in NL oder BL o. Wenn Du in Frankreich oder in die ZTL in Italien einfahren willst, die Rote Karte gezeigt bekommst, hier musst Du min. 60 km , sprich in der gesamten Umweltzone , die gesamte Zeit rein elektrisch fahren können. Das kann kein Vollhybrid. Punkt.
Das wissen Toyota und alle anderen und machen deshalb gute rein elektrische Autos, welche für viele aber dennoch oft noch zu viele Nachteile haben. Wenn man wie ich auf dem Land wohnt und zu Hause nicht laden kann, wird es schon schwer. Und genau das bringt den Erfolg der PHEVS ins Spiel.
Die aktuellen Benzinpreise (auch ohne steigende CO2 Steuer) zeigen ja schon seit Jahren das der Trend nur eine Richtung kennt. Kriege und politische Vorgaben werden durch die Mineralölkonzerne nur allzu sehr gerne als Vorwand genommen um zusätzlich nochmal kräftig an der Preisschraube zu drehen und den schwarzen Peter woanders hinzuschieben. In Europa geht der Trend ganz klar Richtung BEV. Das die PHEVs hier in der medialen Diskussion überhaupt eine so große Rolle spielen, ist einzig und allein dem geschuldet, das der Verkauf der Hybrid-Verbrenner aktuell die Transformation der deutschen Autobauer hin zur reinen elektrischen Mobilität finanziert. Sowie die Märchen irgendwelcher einflussreichen Mineralöl Lobbisten was Ersatzkraftstoffe betrifft. Aber das es hier mal sowas wie bezahlbare E-Fuels geben wird, ist genauso Quatsch, wie das Wasserstoffautos in großer Zahl kommen werden, oder der Verbrenner nach 2035 hier noch irgendeine Chance in großen Teilen von Europa haben wird. Das zeigt ja auch die Preisentwicklung der BEVs der letzten Jahre, die sich immer mehr dem Verbrenner nähert. Auch die Produktion der Batterien für E-Autos wird immer günstiger werden in dem kommenden Jahren, außerdem die Reichweite immer mehr steigen. Dazu steigen aktuell die Betriebskosten der Verbrenner deutlich mehr an, während die der BEVs aktuell immer weiter sinken. (da die Strompreise die letzten Jahre gesunken sind und Wartungskosten und -Intervalle der BEV-Fahrzeuge über die Nutz-Zeit geringer sind, als die der Verbrenner.)
Ladesäulen mit über 150 kWh Ladeleistung gibt es inzwischen auch schon Flächendeckend. Daher gilt aus meiner Sicht das Argument auch nicht, das wer auf dem Land lebt und zu hause nicht laden kann, automatisch zum Hybriden statt zum reinen Elektroauto greifen muss. Dennoch gibt es sicherlich noch Regionen wo der Ausbau nicht gut ist und wo zum Laden noch weit fahren muss. Aber auf die Fläche von Deutschland gesehen, ist ein großer Teil inzwischen ganz gut erschlossen.
Lustig finde ich in diesem Rahmen auch die Argumentation von Bekannten und Freunden von mir, die den Kauf eines E-Autos ausschließen, wenn man es nicht zuhause laden kann und mir dann sagen sie haben keine Lust 25 km zur nächsten 150kWh+ Ladestation zu fahren, zeitgleich aber aktuell 2x im Monat rund 150 km fahren, um in Polen "günstig" zu tanken. ![]()
Und wer mal Urlaub in Norwegen, z.B. in Oslo gemacht hat, merkt mal wie "ruhig" eine Großstadt sein kann in der fast alle nur noch rein elektrisch fahren und wie viel mehr Lebensqualität man da hat.